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Château Pichon Longueville Comtesse De Lalande

Die 4 Jahreszeiten
des Jahrgangs 2025

Die Verkostung dieses Jahrgangs 2025 spricht Ihre Sinne an: den Seh-, den Geruchs-, den Geschmacks- und … den Gehörsinn. Entdecken Sie den Jahrgang 2025 mit Musik.

 

 

 

Jacques Offenbach – “The Barcarolle” - The Tales of Hoffmann

Nicolas Glumineau präsentiert den Jahrgang 2025 auf Pichon Comtesse

Akt 1

Ein Frühling mit schwacher Leistung

Zum Auftakt dieses mit Spannung erwarteten Jahrgangs zum Ende des Vierteljahrhunderts beeinträchtigen starke Regenfälle und Kälte die Knospenentwicklung. Bereits beim Austrieb vom 3. bis 7. April, während die Niederschläge seltener werden, ist das Potenzial geschwächt. Zwar ist die Anzahl der Trauben pro Rebstock nur leicht defizitär, die Zahl der Beeren pro Traube ist jedoch um die Hälfte reduziert.

Wenn ein Jahrgang ein Wettrennen wäre –der Merlot wäre Kurzstreckenläufer, die Cabernets Marathonläufer – würde man von einem verpatzten Start sprechen. In einer Zeit, in der das Ungewöhnliche zur Regel wird, mit einem Klimawandel, der sich in jeder Jahreszeit mit donnernder Sprachgewalt zu Wort meldet, konzentriert sich unser Team jedoch weniger auf die Leistung der Rebe – des Menschen Utopie, sich die Natur unterwerfen zu können –, sondern auf deren Robustheit, vom Lebendigen inspiriert.

Diese Fähigkeit zur Resilienz ist uns zur Philosophie, zum Kern unseres Weinbaukonzepts geworden: unseren Böden Leben einhauchen, sie mit organischer Substanz anreichern, damit sie ihren Wasserhaushalt regulieren und wie ein Puffer oder Schwamm agieren können, ob bei Wind, zu milden Wintern, Frühlingsfrost oder Sommerhitze.

Bei der Blüte am Frühlingsende, vom 22. bis 31. Mai, ist die Niederschlagssumme bereits gering. Der Krankheitsdruck auch.

 

Akt 2

Und plötzlich ist es Sommer

Hitze und Trockenheit stellen sich schon bald ein und hemmen das Beerenwachstum, insbesondere beim Cabernet-Sauvignon (70 % des Rebsortenbestands), was sich einmal mehr auf die kommenden Erträge auswirkt. Eine allgemeine Feststellung für die Appellation Pauillac, aber auch für Margaux und Saint-Julien. Der Trockenstress tritt in wiederkehrenden Wellen auf. Wie weit scheint sie doch zurückzuliegen, die Zeit, als die Winzer im Médoc mit Wasserüberschuss zurechtkommen mussten und versuchten, den Wettbewerb um Wasser anzustacheln, damit jeder Rebstock sein Bestes gab. Weil der Regen einfach nicht vom Himmel kommen will, wendet sich die Rebe dem Untergrund zu, der durch seinen hohen Gehalt an organischer Substanz die heftigen Regenfälle des vergangenen Jahrgangs gespeichert hat, anstatt sie zu drainieren. Von ihrem unermüdlichen Lebensdrang angetrieben schafft sie es, diese Ressource Tropfen um Tropfen aus dem Untergrund zu ziehen, um sich schließlich ohne Verzögerung zu offenbaren.

Kaum einen Monat nach dem Farbumschlag – zwischen dem 28. Juli und dem 1. August – steht das Team bereits in den Startlöchern, um die ersten Beeren in voller Reife zu pflücken. Der parzelläre Ansatz gewinnt an Präzision. Der Merlot muss fast direkt nach dem Startschuss geerntet werden, um seine Frische, Eleganz und aromatische Komplexität zu bewahren. Seine Lese beginnt am 28. August. Ein Beginn der Weinlese vor September? Seit Winzergedenken eine Premiere!

Und dann bedarf es Flexibilität und Reaktionsfähigkeit, um den großen Cabernet-Sauvignon bis zur vollen Reife der Tannine seiner Traubenkerne zu ernten.

 

Akt 3

Ein Herbst mit Vorsicht

96 Tage zwischen Blüte und Weinlese. Nur 30 Tage zwischen Farbumschlag und phenolischer Reife. Der Rhythmus dieser letzten Phase des Wachstumszyklus legt an Geschwindigkeit zu, und das macht sie umso entscheidender. Was die frühe Reife angeht, bricht dieser Jahrgang Rekorde. Für die Merlots liegen die Erträge nur knapp bei 30 Hektolitern pro Hektar … bei den Cabernets sind es 20.

Bis zur Lese der letzten Parzelle am 23. September steigert das Team seine Wachsamkeit und übt sich in Geduld, damit sich die für unsere Weine typische Ausgewogenheit zwischen Kraft und Raffinesse entfalten kann. Nach zwei Regenperioden, die uns falsche Hoffnungen auf eine Steigerung der Erträge gemacht haben, ist die Ernte schließlich da. Eine Ernte von großer Qualität – und auch in diesem Jahr wieder frei von Botrytis (Graufäule). Die Trauben sind reif, die Säfte konzentriert. 13,4 %, das ist der durchschnittliche Alkoholgehalt aller Weine bei Abschluss der alkoholischen Gärung.

Nun wissen wir es: 2025 ist mehr als würdig, sich in die Reihe der legendären auf 5 endenden Jahrgänge einzufügen.

Bei aller gebotenen Vorsicht können wir sagen, dass dieser Jahrgang ein sehr großer Pichon Comtesse sein wird.

 

 

Akt 4

Ein Winter für die Legende

In der Geschichte seiner Vinifikationen hat Pichon Comtesse die Ausdruckskraft der Frucht nie sehr weit getrieben. Und die Methode ist sanfter denn je. Die Vinifikationen dieses Jahrzehnts lassen sich in einem Mantra zusammenfassen: mehr Mazeration, weniger Extraktion. Von Anfang an sind unsere Remontage-Volumen – angesichts des extrem hohen Potenzials einer reichen Materie – begrenzt und zeitlich angepasst. Durch einfache Mazeration und Infusion offenbaren sich die Säfte in der wässrigen Phase von selbst. Dann finden sie im Laufe der alkoholischen Gärung ihr Gleichgewicht, fast ganz ohne Zutun des Menschen.

Unsere ersten Verkostungen trockener Weine lassen bereits erfreuliche Ähnlichkeiten mit ihren Vorgängern erahnen: 2022, 2020 … Vielleicht auch 2016 für die Cabernet-Sauvignons von seltener Eleganz, unerschütterlich und fein ziseliert, an der Grenze zu klösterlicher Strenge. Mit der unglaublichen Milde und verblüffenden aromatischen Komplexität der Merlots zeichnet sich die Aussicht auf einen großen Pauillac-Wein ab, mit dem man langfristig in die Zukunft blicken kann. In einem Hauch macht die florale Energie des Cabernet Franc mit den unverkennbaren Noten von Iris und Rose die Ausgewogenheit perfekt und bekräftigt die Signatur von Comtesse.

Bei der Vorstellung der Assemblage mitten im Winter versetzt uns der Jahrgang um 40 Jahre zurück. Ein klarer, präziser Auftakt, ohne zu sehr in die Breite zu gehen; eine üppige Gaumenmitte; ein lang anhaltender, geschmacksintensiver Abgang. Gefühle und Emotionen werden in einer geradlinigen, perfekt auf die Substanz abgestimmten Struktur kanalisiert … Explosiven Kraftentfaltungen mit spektakulärer Wirkung – ähnlich einem Shore Break – setzt Château Pichon Comtesse 2025 seine Dichte entgegen … eine Dichte, die so tief ist wie die menschliche Seele. Eine Barcarolle von Offenbach auf dem Cello.

In vielen Jahren, wenn die Zeit sein wahres Gesicht enthüllt und die Geschichte seine Legende geschrieben hat, wird Pichon Comtesse 2025 von seiner Reise erzählen, ein Echo der größten „5er“-Jahrgänge. Wie immer wird die Zeit ihr Werk vollbringen …

Denn das Beste steht uns noch bevor!

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